Sport, Rekorde und internationale Freundschaft beim 40. Internationalen Schwimmfest
Fünf Bahnrekord-Verbesserungen durch Jarno Bäschnitt, spannende Finalläufe, starke heimische Vereine, internationale Gäste, ein farbenfroher Einmarsch der Nationen und ein stimmungsvoller Jubiläumsempfang: Das 40. Internationale Schwimmfest des SV 08 Werdohl bot zum Jubiläum zahlreiche Höhepunkte.
Zwei Tage Schwimmsport, internationale Begegnungen und jede Menge Leben rund um das Becken: Mit seinem 40. Internationalen Schwimmfest konnte der SV 08 Werdohl am ersten Septemberwochenende ein besonderes Jubiläum feiern.
Rund 400 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 27 Vereinen gingen an den Start. Neben zahlreichen deutschen Mannschaften waren traditionell auch wieder Vereine aus Belgien und den Niederlanden nach Werdohl gereist. Mehr als 2.000 Einzelstarts sowie zahlreiche Staffelrennen sorgten für ein umfangreiches Wettkampfprogramm.
Nach dem Nebel kam die Sonne
Auch das Wetter spielte mit. Lediglich beim Aufbau am Freitag bekamen die vielen ehrenamtlichen Helfer den Regen zu spüren. An den beiden Wettkampftagen präsentierte sich das Sauerland dagegen von seiner freundlichen Seite. Morgendlicher Nebel über dem Freibad sorgte zunächst für eine besondere Atmosphäre, ehe sich die Sonne durchsetzte und es tagsüber angenehm warm wurde.
Das passte zum traditionellen Einmarsch der Nationen am Samstag. Die Mannschaften zogen gemeinsam ins Freibad ein und sorgten mit ihren Vereinsfarben und Fahnen für ein buntes Bild. Gerade dieser Moment zeigte einmal mehr, dass das Internationale Schwimmfest in Werdohl seit vier Jahrzehnten weit mehr als nur eine Sportveranstaltung ist. Freundschaften zwischen Vereinen und Sportlern über Landesgrenzen hinweg gehören seit vielen Jahren fest dazu.
Besonderer Jubiläumsempfang mit selbst komponiertem Lied
Ein weiterer Höhepunkt fand am Samstagabend statt. Anlässlich der 40. Auflage hatte der SV 08 Werdohl die teilnehmenden Vereine zu einem Jubiläumsempfang auf das Vereinsgelände eingeladen.
In entspannter Atmosphäre wurde gemeinsam auf die Geschichte des Schwimmfestes zurückgeblickt. Für einen ganz besonderen und persönlichen Moment sorgte dabei eine Schwimmerin des SV 08 Werdohl. Sie hatte eigens für das Jubiläum ein Lied komponiert und trug dieses beim Empfang vor. Der musikalische Beitrag gab der Feier eine sehr persönliche Note und wurde von den Gästen begeistert aufgenommen.
Anschließend ging der Abend nahtlos in die Zeltparty über, bei der Aktive, Trainer, Betreuer und Freunde des Schwimmsports gemeinsam weiterfeierten.
Bäschnitt räumt die Werdohler Rekordliste ab
Sportlich setzte vor allem Jarno Bäschnitt vom Team Bochum die Ausrufezeichen des Jubiläumswochenendes. Der 20-Jährige gewann nicht nur sechs Wettbewerbe, sondern sorgte gleich fünfmal für eine Verbesserung eines bestehenden Bahnrekordes.
Schon über 50 Meter Schmetterling zeigte Bäschnitt, was an diesem Wochenende möglich sein würde. Seine 24,43 Sekunden unterboten den bisherigen Bahnrekord von 24,76 Sekunden, den er selbst 2023 in Werdohl aufgestellt hatte.
Noch deutlicher fiel die Verbesserung über 200 Meter Freistil aus. Auch hier gehörte der alte Rekord Bäschnitt selbst. 2023 war er 1:49,82 Minuten geschwommen. Drei Jahre später drückte er die Bestmarke nun auf hervorragende 1:46,87 Minuten – eine Verbesserung um fast drei Sekunden.
Besonders spannend wurde es über 50 Meter Freistil. Der Bahnrekord hatte seit 2013 bei 23,54 Sekunden gelegen und stammte von Rafal Bugdol vom polnischen MKS Racibórz. Bereits im Vorlauf unterbot Bäschnitt diese Marke mit 23,47 Sekunden.
Doch damit nicht genug: Im großen Finale am Sonntag legte er noch einmal nach. Bäschnitt schlug nach 23,03 Sekunden an und verbesserte damit seinen erst wenige Stunden zuvor aufgestellten Rekord nochmals um fast eine halbe Sekunde.
Auch über 100 Meter Freistil fiel eine besonders traditionsreiche Bestmarke. Seit 2013 hatte hier ebenfalls Rafal Bugdol mit 50,75 Sekunden in der Rekordliste gestanden. Bäschnitt blieb als erster Schwimmer beim Internationalen Schwimmfest unter der 50-Sekunden-Marke und setzte mit 49,20 Sekunden eine eindrucksvolle neue Bestmarke.
Damit lautete Bäschnitts Rekordbilanz des Wochenendes:
50 m Schmetterling: 24,43 Sekunden – alter Rekord 24,76
200 m Freistil: 1:46,87 Minuten – alter Rekord 1:49,82
50 m Freistil Vorlauf: 23,47 Sekunden – alter Rekord 23,54
50 m Freistil Finale: 23,03 Sekunden – erneute Verbesserung
100 m Freistil: 49,20 Sekunden – alter Rekord 50,75
Damit wurden bei der Jubiläumsveranstaltung vier Bahnrekorde über verschiedene Strecken neu aufgestellt, wobei die 50-Meter-Freistil-Bestmarke innerhalb des Wochenendes sogar zweimal fiel.
Autogrammstunde wird zum Publikumsmagneten
Bäschnitt hinterließ allerdings nicht nur im Wasser Eindruck. Bei einer Autogrammstunde nahm er sich viel Zeit für die Schwimmerinnen und Schwimmer.
Das Angebot wurde ausgesprochen gut angenommen. Zahlreiche Nachwuchsaktive holten sich eine Unterschrift und nutzten die Gelegenheit für ein gemeinsames Foto. Bäschnitt präsentierte sich dabei ausgesprochen sympathisch, nahbar und geduldig. Gerade für die vielen jungen Aktiven war die Möglichkeit, einen Spitzenschwimmer zunächst im Wettkampf zu erleben und anschließend persönlich kennenzulernen, ein besonderes Erlebnis.
Die Finalläufe werden zum Höhepunkt am Sonntag
Zu den sportlichen Höhepunkten des Sonntags gehörten die beiden offenen Finalläufe über 50 Meter Freistil. Dabei qualifizierten sich jeweils die acht schnellsten Frauen und Männer unabhängig vom Jahrgang – entsprechend groß war der sportliche Stellenwert einer Finalteilnahme.
Aus Sicht des Märkischen Kreises verliefen die Finals ausgesprochen erfolgreich: Drei heimische Aktive schafften den Sprung unter die jeweils acht Schnellsten der gesamten Veranstaltung.
Im Finale der Frauen standen mit Amelie Böcher von der SG Wassersport Iserlohn und Mareike Ludenia vom SV 08 Werdohl sogar gleich zwei Schwimmerinnen aus dem Märkischen Kreis auf den Startblöcken.
Böcher mischte dabei bis ganz vorne mit. In 28,12 Sekunden schlug die Iserlohnerin als Dritte an und sicherte sich damit einen Platz auf dem Podest.
Für Gastgeber SV 08 Werdohl war bereits die Finalqualifikation von Mareike Ludenia ein schöner sportlicher Erfolg. Die Werdohlerin behauptete sich im Feld der schnellsten Schwimmerinnen der Veranstaltung und belegte im Finale in 29,27 Sekunden den siebten Platz. Damit war auch der Gastgeber bei einem der prestigeträchtigsten Rennen des Wochenendes vertreten.
Noch weiter nach vorne ging es im Männerfinale für den Märkischen Kreis. Michael Peters vom SV Bieber 67 Lendringsen hatte sich bereits im Vorlauf mit 23,94 Sekunden für das Finale qualifiziert. Dort legte er noch einmal deutlich zu und schwamm in 23,58 Sekunden auf den zweiten Platz.
Nur gegen den überragenden Jarno Bäschnitt war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen. Bäschnitt gewann in Bahnrekordzeit von 23,03 Sekunden. Peters’ zweiter Rang unterstrich dennoch eindrucksvoll die Qualität des heimischen Schwimmsports.
Damit gingen in den beiden offenen Finals ein zweiter, ein dritter und ein siebter Platz in den Märkischen Kreis – und mit Bieber/Lendringsen, Iserlohn und Werdohl waren gleich drei Vereine aus dem Kreis in den Finalentscheidungen vertreten.
Vier Staffelentscheidungen – Sieg für Bieber Lendringsen
Zum Internationalen Schwimmfest gehören traditionell auch die Staffelwettbewerbe, bei denen nicht die Einzelleistung, sondern das gemeinsame Ergebnis der Mannschaft zählt.
Über 4 x 50 Meter Freistil der Mädchen der Jahrgänge 2013 bis 2018 setzte sich die erste Mannschaft des niederländischen PSV Eindhoven in 2:05,89 Minuten durch.
Auch bei den Jungen ging der Sieg in die Niederlande. Der PSV Eindhoven gewann in 2:05,30 Minuten und entschied damit beide Nachwuchsstaffeln für sich.
Bei den älteren Jahrgängen standen die 4 x 100 Meter Freistil auf dem Programm. Hier ging der Sieg bei den Frauen in den Märkischen Kreis: Der SV Bieber 67 Lendringsen gewann in 4:16,22 Minuten.
Bei den Männern entschieden die Vrije Zwemmers Gent aus Belgien die 4 x 100 Meter Freistil in 4:01,95 Minuten für sich.
Damit verteilten sich die vier Staffelsiege passend zum internationalen Charakter der Veranstaltung auf drei Nationen: zweimal Niederlande sowie jeweils einmal Deutschland und Belgien.
Ted Robijns gewinnt alle acht Einzelstarts
Die meisten Einzelsiege des gesamten Schwimmfestes gingen an Ted Robijns, Jahrgang 2014, vom PSV Eindhoven. Er gewann sämtliche acht Einzelstarts und war damit nach Zahl der ersten Plätze der erfolgreichste Teilnehmer des Wochenendes.
Auch die belgische Delegation hatte eine herausragende Schwimmerin dabei. Ditte Claeys vom Royal Ostend Swimming Club sammelte sechs Siege, einen zweiten und zwei dritte Plätze. Unter anderem gewann sie das 50-Meter-Freistil-Finale der Frauen in 27,89 Sekunden.
Märkischer Kreis präsentiert sich stark
Nicht nur in den offenen Finals, sondern auch in den zahlreichen Jahrgangswertungen präsentierten sich die Vereine aus dem Märkischen Kreis ausgesprochen erfolgreich.
SG Wassersport Iserlohn auf Rang zwei
Das stärkste Gesamtergebnis aus dem Märkischen Kreis lieferte die SG Wassersport Iserlohn. Mit 37 Siegen, 23 zweiten und 14 dritten Plätzen erreichten die Iserlohner den hervorragenden zweiten Platz im Medaillenspiegel der gesamten Veranstaltung.
Besonders auffällig war die Stärke des Iserlohner Nachwuchses. Matteo Mainka, Jahrgang 2013, gehörte mit sechs Siegen und einem zweiten Platz sogar zu den erfolgreichsten Aktiven des gesamten Schwimmfestes. Er gewann unter anderem die 200 Meter Brust in 2:57,04 Minuten, die 100 Meter Lagen in 1:14,23 Minuten sowie die 200 Meter Freistil in 2:14,73 Minuten.
Auch Noah Masiello, Jahrgang 2012, überzeugte mit fünf Siegen und zwei zweiten Plätzen. Siege gelangen ihm unter anderem über 100 Meter Rücken, 100 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil.
Bei den Frauen gehörte Amelie Böcher, Jahrgang 2008, nicht nur innerhalb ihrer Altersklasse zu den Stärksten. Sie gewann fünf Einzelrennen und krönte ihr Wochenende mit dem bereits erwähnten dritten Platz im offenen 50-Meter-Freistil-Finale in 28,12 Sekunden. Über 100 Meter Freistil gewann sie zudem in starken 1:00,39 Minuten.
Bieber Lendringsen mit Staffelsieg und Peters auf Rang zwei
Auch der SV Bieber 67 Lendringsen gehörte zu den stärksten Mannschaften des Wochenendes. Mit 16 Siegen, 23 zweiten und 16 dritten Plätzen belegte der Verein Rang sechs im Gesamtmedaillenspiegel.
Zu den Höhepunkten gehörten der Sieg der Frauenstaffel über 4 x 100 Meter Freistil sowie der zweite Platz von Michael Peters im offenen 50-Meter-Freistil-Finale.
Peters gewann darüber hinaus vier Einzelwettbewerbe und wurde dreimal Zweiter. Neben seinem starken Auftritt über 50 Meter Freistil siegte er unter anderem über 50 Meter Schmetterling in 26,19 Sekunden, über 100 Meter Lagen in 1:03,69 Minuten und über 50 Meter Rücken in 28,12 Sekunden. Über 100 Meter Freistil belegte er in 54,38 Sekunden den zweiten Platz.
Damit gehörte Peters nicht nur zu den erfolgreichsten Schwimmern aus dem Märkischen Kreis, sondern auch zu den stärksten Teilnehmern des gesamten Wochenendes.
45 Podestplätze für den SV Plettenberg
Auch der SV Plettenberg 51 konnte mit seiner Ausbeute zufrieden sein. Die Plettenberger holten elf Siege, 19 zweite und 15 dritte Plätze. Das bedeutete insgesamt 45 Podestplatzierungen und Rang elf im Medaillenspiegel.
Die Erfolge verteilten sich dabei auf zahlreiche Aktive und verschiedene Altersklassen. Gerade diese Breite machte die gute Plettenberger Mannschaftsbilanz aus.
Vier Siege für den TuS Neuenrade
Der TuS Neuenrade war mit einer kleinen Mannschaft vertreten, kam aber dennoch auf vier Siege. Alle vier gingen auf das Konto von Lutz Boelter, Jahrgang 1953.
Damit zeigte das Schwimmfest erneut seine große sportliche Bandbreite: Junge Nachwuchsaktive standen ebenso auf den Startblöcken wie erfahrene Masters-Schwimmer.
Gastgeber SV 08 mit Finalteilnahme und 43 Podestplätzen
Für den SV 08 Werdohl war das Jubiläum natürlich vor allem organisatorisch ein besonderes Wochenende. Doch auch sportlich konnte der Gastgeber mit seiner Mannschaft überzeugen.
Am Ende standen elf Siege, 16 zweite und 16 dritte Plätze zu Buche. Insgesamt erreichten die Werdohler damit 43 Podestplatzierungen und belegten Rang zwölf unter den 27 teilnehmenden Vereinen.
Ein besonderer Erfolg war die Finalteilnahme von Mareike Ludenia. In einem offenen Finale, in dem die Jahrgänge keine Rolle mehr spielten und nur die acht schnellsten Schwimmerinnen des gesamten Teilnehmerfeldes antreten durften, vertrat sie die Farben des Gastgebers. Mit 29,27 Sekunden belegte sie den siebten Platz.
Erfolgreichste Werdohlerin nach Siegen war Svenja Gareis mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen. Sie gewann unter anderem die 100 Meter Lagen in 1:23,79 Minuten, die 50 Meter Brust in 42,32 Sekunden und die 50 Meter Rücken in 39,29 Sekunden.
Im männlichen Bereich ragte Manuel Ludenia, Jahrgang 2010, heraus. Mit drei Siegen, sechs zweiten und einem dritten Platz stand er gleich zehnmal auf dem Podest. Er gewann unter anderem die 100 Meter Rücken in 1:16,78 Minuten, die 100 Meter Lagen in 1:13,09 Minuten und die 200 Meter Rücken in 2:55,54 Minuten.
Damit behauptete sich die Werdohler Mannschaft auch sportlich, obwohl gleichzeitig ein großer Teil des Vereins bei Organisation, Bewirtung und Durchführung der zweitägigen Großveranstaltung im Einsatz war.
Neptun 08 Finsterwalde: Sport und gelebte Kreispartnerschaft
Einen starken Auftritt zeigte auch Neptun 08 Finsterwalde e.V.. Die Gäste aus Brandenburg kommen aus dem Landkreis Elbe-Elster, dem Partnerschaftskreis des Märkischen Kreises, und gehören seit vielen Jahren zum festen Bild des Internationalen Schwimmfestes. Ihre Teilnahme steht damit nicht nur für sportliche Verbundenheit, sondern auch für die gelebte Partnerschaft zwischen beiden Kreisen.
Und sportlich mischten die Gäste aus Finsterwalde weit vorne mit. Mit 19 Siegen, 23 zweiten und 16 dritten Plätzen sammelte Neptun insgesamt 58 Platzierungen auf den ersten drei Rängen. Im Gesamtmedaillenspiegel bedeutete das einen hervorragenden fünften Platz unter den 27 teilnehmenden Vereinen.
Besonders erfolgreich war Clara Schneider, Jahrgang 2009. Sie erreichte fünf erste, zwei zweite und einen dritten Platz und gehörte damit zu den erfolgreichsten Aktiven des gesamten Schwimmfestes.
Ebenfalls eine starke Siegesserie legte die erst 2018 geborene Enja Meyer hin. Sie gewann fünf Wettbewerbe.
Dean Schöne, Jahrgang 2013, sammelte ebenfalls reichlich Edelmetall. Mit drei Siegen, sechs zweiten und einem dritten Platz stand er insgesamt zehnmal auf dem Podest. Weitere Siege für Finsterwalde steuerten unter anderem Pauline Schöps, Devin Schöne, Dalia Martin und Fabienne Bauer bei.
Damit war Neptun 08 Finsterwalde nicht nur sportlich einer der auffälligsten Vereine der Jubiläumsveranstaltung. Die Teilnahme der Mannschaft aus dem Partnerschaftskreis Elbe-Elster unterstrich zugleich den besonderen Charakter des Schwimmfestes, bei dem langjährige Freundschaften und Verbindungen über Kreis- und Landesgrenzen hinweg seit Jahrzehnten gepflegt werden.
SG Ruhr gewinnt den Medaillenspiegel
Den ersten Platz im Gesamtmedaillenspiegel sicherte sich die SG Ruhr mit 41 Siegen, 28 zweiten und 19 dritten Plätzen.
Bereits auf Rang zwei folgte mit der SG Wassersport Iserlohn der erfolgreichste Verein aus dem Märkischen Kreis. Dahinter lagen der SV Poseidon Castrop-Rauxel und der PSV Eindhoven, ehe Neptun 08 Finsterwalde auf Rang fünf folgte. Mit dem SV Bieber 67 Lendringsen auf Rang sechs platzierte sich ein weiterer Verein aus dem Märkischen Kreis weit vorne.
Ein Jubiläum, das Sport und Freundschaft verbunden hat
Nach dem letzten Anschlag am Sonntagnachmittag blieb beim SV 08 Werdohl vor allem die Freude über ein gelungenes Jubiläum. Sportlich sorgten insbesondere die fünf Bahnrekord-Verbesserungen von Jarno Bäschnitt, die hochklassigen Finalläufe, die internationalen Staffelentscheidungen und das starke Abschneiden der heimischen Vereine für Höhepunkte.
Gerade die offenen 50-Meter-Finals lieferten aus lokaler Sicht noch einmal einen gelungenen Abschluss: Michael Peters wurde Zweiter, Amelie Böcher Dritte und Mareike Ludenia vertrat als Siebte den Gastgeber SV 08 Werdohl im Frauenfinale.
Mindestens ebenso wichtig waren jedoch die Momente abseits der Stoppuhr: der farbenfrohe Einmarsch der Nationen, die Begegnungen mit den Gästen aus Belgien und den Niederlanden, die langjährigen Freundschaften zu vielen teilnehmenden Vereinen sowie die besondere Verbindung zu Neptun 08 Finsterwalde aus dem Landkreis Elbe-Elster, dem Partnerschaftskreis des Märkischen Kreises.
Auch die viel besuchte Autogrammstunde mit Jarno Bäschnitt und der persönliche musikalische Beitrag einer Schwimmerin des SV 08 Werdohl beim Jubiläumsempfang gehörten zu den Momenten, die vielen Teilnehmern und Gästen in Erinnerung bleiben dürften.
Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt möglich ist, ist nicht zuletzt den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Kampfrichterinnen und Kampfrichtern sowie den vielen Unterstützern zu verdanken, die beim Aufbau, während der Wettkämpfe, in der Verpflegung und an vielen weiteren Stellen im Hintergrund im Einsatz waren.
So wurde das 40. Internationale Schwimmfest des SV 08 Werdohl zu dem, was die Veranstaltung seit vier Jahrzehnten auszeichnet: ein Wochenende mit anspruchsvollem Schwimmsport, internationaler Begegnung, gelebter Partnerschaft und Freundschaft – und einer besonderen Atmosphäre im Sauerland.
400 Aktive und ein EM-Medaillengewinner: Der SV 08 Werdohl freut sich auf das 40. Internationale Schwimmfest
2.172 Einzelstarts, 39 Staffeln und 27 Vereine aus drei Nationen – am 5. und 6. September feiert der SV 08 Werdohl die 40. Auflage seines Internationalen Schwimmfestes. Mit Jarno Bäschnitt steht zudem ein aktueller EM-Medaillengewinner auf der Meldeliste.
Am kommenden Wochenende steht das Freibad Ütterlingsen wieder ganz im Zeichen des Schwimmsports. Dann richtet der SV 08 Werdohl sein 40. Internationales Schwimmfest aus. Und die Resonanz auf die Jubiläumsausgabe kann sich sehen lassen.
400 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 27 Vereinen haben für das Wochenende gemeldet. Insgesamt stehen 2.172 Einzelstarts und 39 Staffelstarts auf dem Programm. Mit Mannschaften aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden wird das Schwimmfest seinem internationalen Charakter auch bei seiner 40. Auflage gerecht.
Besonders erfreulich für die Gastgeber: Gleich zehn Vereine aus Belgien und den Niederlanden machen sich auf den Weg ins Sauerland. Insgesamt stellen die ausländischen Mannschaften 111 Aktive und damit mehr als ein Viertel des gesamten Teilnehmerfeldes.
Internationale Tradition seit 1985
Die internationalen Begegnungen gehören seit den Anfängen zum besonderen Charakter der Veranstaltung. Bereits beim ersten Schwimmfest im Jahr 1985 war mit ZV Waterland eine Mannschaft aus den Niederlanden dabei. Daraus entwickelte sich eine jahrzehntelange Freundschaft mit zahlreichen gegenseitigen Besuchen.
Über vier Jahrzehnte ist das Internationale Schwimmfest zu einer der größten Schwimmveranstaltungen im Märkischen Kreis gewachsen. Viele Vereine kommen nicht nur einmal nach Werdohl, sondern seit Jahren oder sogar Jahrzehnten regelmäßig wieder. So ist aus einem reinen Schwimmwettkampf längst auch ein Treffen alter Freunde geworden.
Diese Tradition setzt sich bei der Jubiläumsausgabe fort. Aus Belgien und den Niederlanden reisen zahlreiche Mannschaften an und nehmen teilweise weite Wege auf sich, um beim 40. Internationalen Schwimmfest dabei zu sein.
Eine besondere Verbindung besteht außerdem zu Neptun 08 Finsterwalde. Der Verein reist mit 17 Aktiven aus dem brandenburgischen Kreis Elbe-Elster an, dem Partnerschaftskreis des Märkischen Kreises.
EM-Medaillengewinner startet in Werdohl
Auch sportlich hat die Jubiläumsausgabe einiges zu bieten. Prominentester Name auf der Meldeliste ist Jarno Bäschnitt vom Team Bochum. Der 20-Jährige kommt nur wenige Wochen nach einem äußerst erfolgreichen Auftritt bei den Europameisterschaften in Paris nach Werdohl. Dort gewann er mit der deutschen 4×200-Meter-Freistilstaffel Bronze und wurde mit der Mixed-Staffel über dieselbe Distanz Vizeeuropameister. Bereits 2025 gehörte Bäschnitt bei der Weltmeisterschaft in Singapur zum deutschen Aufgebot. Bei den Deutschen Meisterschaften 2026 gewann er zudem Silber über 200 Meter Freistil.
Mit Eric Woddow von der SG Ruhr steht ein weiterer aktueller Medaillengewinner der Deutschen Meisterschaften auf der Meldeliste. Gemeinsam mit Bäschnitt gewann der 19-Jährige im April mit der 4×100-Meter-Freistilstaffel des Team Bochum die Silbermedaille.
Mit Elias Krieg vom Team Bochum und Michael Peters vom SV Bieber 67 Lendringsen sind zudem zwei weitere Teilnehmer der diesjährigen offenen Deutschen Meisterschaften in Werdohl am Start. Auch unter den internationalen Gästen finden sich Aktive mit Meisterschaftserfahrung. Lotte van Gessel vom Team Noord Holland startete noch im Juli bei den niederländischen Sprintmeisterschaften.
Für Neptun 08 Finsterwalde reisen mit Clara Schneider und Fiona Fröschke außerdem erfolgreiche Nachwuchsschwimmerinnen an, die bereits Titel bei den brandenburgischen Landesmeisterschaften gewinnen konnten.
Bahnrekorde könnten fallen
Ein Blick auf die Meldezeiten zeigt, welches sportliche Niveau am Wochenende in Ütterlingsen zu erwarten ist. Bei neun Starts liegen die gemeldeten Bestzeiten sogar bereits unter dem derzeitigen Bahnrekord. Bei insgesamt 16 Starts beträgt der Abstand zum bestehenden Rekord höchstens eine halbe Sekunde – oder die Meldezeit ist bereits schneller.
Auch hier steht Jarno Bäschnitt besonders im Fokus. Gleich bei fünf seiner gemeldeten Strecken liegt seine Meldezeit unter dem aktuellen Bahnrekord: über 50 Meter Schmetterling, 200 Meter Freistil, 200 Meter Schmetterling, 50 Meter Freistil und 100 Meter Freistil.
Besonders deutlich ist der Unterschied über 200 Meter Schmetterling: Bäschnitt ist mit 1:55,57 Minuten gemeldet, während der bisherige Bahnrekord bei 2:02,73 Minuten liegt. Auch über 200 Meter Freistil liegt seine Meldezeit von 1:43,87 Minuten deutlich unter der bisherigen Rekordmarke von 1:49,82 Minuten.
Doch nicht nur Bäschnitt könnte für neue Bestmarken sorgen. Elias Krieg vom Team Bochum ist über 200 Meter und 100 Meter Brust mit Zeiten gemeldet, die unter den jeweiligen Bahnrekorden liegen. Gleiches gilt für die Belgierin Ditte Claeys vom Royal Ostend Swimming Club über 100 Meter Rücken.
Über 50 Meter Freistil der Männer verspricht es besonders schnell zu werden: Neben Bäschnitt liegt auch die Meldezeit von Michael Peters vom SV Bieber 67 Lendringsen unter dem bestehenden Bahnrekord. Mit Eric Woddow ist zudem ein weiterer Schwimmer nur wenige Zehntelsekunden von dieser Marke entfernt.
Ob die Rekorde tatsächlich fallen, entscheidet sich natürlich erst im Wettkampf – die Meldezeiten lassen aber einige sehr schnelle Rennen erwarten.
Mehr als 2.200 Starts und spannende Staffelrennen
Für die Aktiven wartet ein umfangreiches Wettkampfprogramm. Einschließlich der Staffeln sind für das Wochenende insgesamt 2.211 Starts gemeldet. Dabei geht es nicht nur um Medaillen und Platzierungen. Für viele der jüngeren Schwimmerinnen und Schwimmer sind persönliche Bestzeiten und das Erlebnis eines großen internationalen Wettkampfes mindestens ebenso wichtig.
Einen besonderen Reiz haben traditionell die Staffelwettbewerbe, bei denen nicht der einzelne Schwimmer, sondern die Mannschaft im Mittelpunkt steht. Insgesamt wurden 39 Staffeln gemeldet. Auf dem Programm stehen am Samstag die 4×50-Meter-Freistilstaffeln für die jüngeren Jahrgänge sowie die 4×100-Meter-Freistilstaffeln der älteren Aktiven – jeweils für weibliche und männliche Mannschaften.
Gerade bei den Staffeln ist die Stimmung am Beckenrand erfahrungsgemäß besonders groß: Teamkameraden feuern ihre Mannschaften an und die Vereine treten unmittelbar gegeneinander an. Mit den zahlreichen deutschen, belgischen und niederländischen Mannschaften versprechen auch diese Wettbewerbe spannende Rennen.
Gerade diese Mischung macht seit vielen Jahren den besonderen Reiz des Werdohler Schwimmfestes aus: Nachwuchstalente treffen auf erfahrene Aktive, kleine Mannschaften auf große Startgemeinschaften und Vereine aus der Region auf Gäste aus dem Ausland.
Zuschauer sind herzlich willkommen
Der SV 08 Werdohl freut sich nicht nur auf die Aktiven und ihre Begleiter, sondern lädt ausdrücklich auch Zuschauer aus Werdohl und der Umgebung ein, beim Jubiläum vorbeizuschauen und die besondere Atmosphäre eines internationalen Schwimmwettkampfes zu erleben.
Besonders lohnenswert ist ein Besuch zum Einmarsch der Nationen am Samstag um 13.45 Uhr. Dabei ziehen die teilnehmenden Mannschaften gemeinsam ein und werden offiziell in Werdohl begrüßt. Am Sonntag ab 13 Uhr stehen dann die Finalläufe auf dem Programm. Hier treffen die schnellsten Schwimmerinnen und Schwimmer des Wochenendes noch einmal direkt aufeinander und kämpfen um die Siege in den Finalwettbewerben. Dann dürfte es am Beckenrand nicht nur sportlich besonders spannend, sondern auch stimmungsvoll werden. Auch die Staffelwettbewerbe am Samstag bieten eine gute Gelegenheit, die besondere Atmosphäre des Schwimmfestes mitzuerleben.
Natürlich können Gäste auch während des übrigen Wettkampfprogramms vorbeischauen, die Aktiven anfeuern und ein wenig Schwimmfest-Atmosphäre genießen. Für das leibliche Wohl ist an beiden Veranstaltungstagen gesorgt, sodass sich ein Besuch auch unabhängig von den sportlichen Höhepunkten lohnt.
Jubiläums-Empfang und Zeltparty
Zum 40. Geburtstag soll aber nicht nur geschwommen werden. Am Samstagabend um 19.30 Uhr lädt der SV 08 Werdohl die teilnehmenden Vereine zu einem Jubiläums-Empfang auf dem Vereinsgelände ein.
Gemeinsam mit den Gästen aus dem In- und Ausland möchte der Verein auf vier Jahrzehnte Internationales Schwimmfest zurückblicken. Anschließend geht der Abend direkt in die Zeltparty über. Bei Musik, kühlen Getränken und Cocktails soll der Wettkampftag in geselliger Runde ausklingen.
Ohne Ehrenamt kein Schwimmfest
Hinter den 2.211 Starts des Wochenendes steckt weit mehr als das Geschehen im Schwimmbecken. Eine Veranstaltung mit 400 Aktiven sowie zahlreichen Trainern, Betreuern, Familien und Gästen verlangt dem SV 08 Werdohl organisatorisch einiges ab.
Schon lange vor dem ersten Startsignal laufen die Vorbereitungen. Während der Veranstaltung sorgen zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dafür, dass vom Auf- und Abbau über Wettkampfbüro, Technik und Verpflegung bis zum Rahmenprogramm alles funktioniert.
Ebenso unverzichtbar sind die Trainerinnen und Trainer sowie die Kampfrichterinnen und Kampfrichter der teilnehmenden Vereine. Ohne ihren Einsatz wäre ein Wettkampf dieser Größenordnung nicht möglich.
Nach 40 Jahren ist das Internationale Schwimmfest damit weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. Es ist ein Wochenende, an dem Menschen aus unterschiedlichen Vereinen, Regionen und Ländern zusammenkommen, gemeinsam Sport treiben und Freundschaften pflegen.
Am 5. und 6. September wird Ütterlingsen damit zum 40. Mal zum internationalen Treffpunkt des Schwimmsports – und der SV 08 Werdohl freut sich auf viele Aktive, Freunde und Gäste am Beckenrand.